Die Fed: 16 Billionen US$ Notkredite — und wer sie aufdeckte

Während der Finanzkrise 2007–2010 vergab die Fed kumuliert **16 Billionen US$** an Notkrediten an Banken im In- und Ausland — heimlich. Aufgedeckt wurde das nicht durch den Kongress, sondern durch ein GAO-Audit (zwangsweise Dodd-Frank) und FOIA-Klagen von Bloomberg. Was das über den Staat sagt: Er ist nicht geführt von „dem Volk", sondern von Institutionen, die ihre eigenen Kriege führen.

Dokument GAO-11-696 (Juli 2011) Betrag 16 Bio. US$ kumuliert

Kurzfassung

Der GAO-Audit (GAO-11-696, Juli 2011) — erzwungen durch Dodd-Frank § 987 — dokumentierte die Notkreditprogramme der Fed 2007–2010: kumuliert 16 Billionen US$ an Leihaushalten an in- und ausländische Banken, teils zu nahe null Prozent. Die Fed widersetzte sich jahrelang der Veröffentlichung; Bloomberg erstritt 2010–2011 per FOIA-Klage die Details der Empfänger. Der Kongress hat seither keine regelmäßige Fed-Audit-Pflicht etabliert — die eine, einmalige Prüfung blieb einmalig. Der Fall ist ein Beleg dafür, dass die parlamentarische Kontrolle über Zentralbanknotenpolitik faktisch minimal ist.

Lügen ausräumen

Falsch: „Die Fed hat den Staat gerettet.” — Die Fed hat das Bankensystem liquide gehalten; ob das „den Staat” gerettet hat, ist eine normative Frage. Der Beleg zeigt: Geld floss an Banken, nicht an Bürger — während Millionen Amerikaner ihre Häuser verloren.

Falsch auch: „Rothschild kontrolliert die Fed.” — Verschwörungsmythos. Die Fed ist eine öffentlich-rechtliche Konstruktion mit privaten Mitgliedsbanken; ihre Leitung wird politisch besetzt. Das dokumentierte Problem ist mangelnde Kontrolle, nicht eine Geheimfamilie.

Quellen

  1. GAO-11-696 (PDF) — der Audit-Bericht
  2. Bloomberg v. Board of Governors (FOIA-Klage) — die Aufdeckung
  3. Fed-Registrierungspflichten: federalreserve.gov Audit-Seite