Zuckerbergs Brief: Das Weiße Haus drängte Facebook zur Zensur

Im August 2024 schrieb Mark Zuckerberg an den Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses: Mitarbeiter der Biden-Regierung habeFacebook wiederholt unter Druck gesetzt, Covid-19-Inhalte zu zensieren. Das FBI warnte 2020 vor der Verbreitung der Hunter-Biden-Laptop-Story — Facebook „demoted" die Story. „In retrospect, we shouldn't have demoted the story", schrieb Zuckerberg.

Land USA Thema Staatlicher Druck auf Plattformen Status Dokumentiert durch Brief und Untersuchung

Kurzfassung

Der Brief vom 26.08.2024 an Jim Jordan (Vorsitzender des House Judiciary Committee) enthält zwei Kernsätze: (1) 2021 „drängten” hochrangige Vertreter der Biden-Regierung das Facebook-Team, Covid-19-Inhalte zu zensieren — „I believe the government pressure was wrong and I regret that we didn’t speak up about it”. (2) 2020 warnte das FBI vor einer „potentiellen russischen Desinformationsoperation” — Facebook „demotete” daraufhin die New-York-Post-Story über Hunter Bidens Laptop. Zuckerberg: „In retrospect, we shouldn’t have demoted the story.”

Belege

Lügen ausräumen

Falsch: „Zuckerberg hat zugegeben, dass die Regierung zensiert hat.” — Präzise: Er schrieb, die Regierung habe Druck ausgeübt („pressured”), Facebook habe nachgegeben. Ob das rechtlich „Zensur” (state action) ist, ist die Frage von Murthy v. Missouri (siehe USA-Dossier) — der Supreme Court verneinte die Klagebefugnis der Kläger, ohne über die Inhaltsseite zu entscheiden.

Quellen

  1. BBC-Bericht
  2. Guardian-Bericht
  3. Dossier: Murthy v. Missouri